Erneuerbare Energien

Photovoltaik

Die Sonnenenergie steht als Energiequelle praktisch unbegrenzt zur Verfügung. Diese Solarenergie kann u.a. über thermische Verfahren in Form von Sonnenkollektoren (Warmwassergewinnung) oder photovoltaische Verfahren (Photovoltaik) zur Stromerzeugung mit Solarzellen genutzt werden. Durch die EEG-Novelle 2014 und die immer noch leicht sinkenden Preise für die zu verbauenden Produkte ist vor allem der Ansatz der Eigenstromerzeugung sehr interessant. In diesem Bereich können Sie immer noch mit einer attraktiven Wirtschaftlichkeit rechnen.

Photovoltaikanlagen wandeln durch Solarzellen Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Durch den günstigen Stromgestehungspreis ist vor allem die Eigenstromnutzung in Betracht zu ziehen. Durch eine genaue Analyse des jeweilig zu untersuchenden Standortes ergeben sich hervorragende Möglichkeiten, Kosteneinsparungen zu erzielen. Je nach Standort und Anlagenart, Dach- oder Freiflächenanlage, wird auch weiterhin eine Vergütung nach EEG möglich.

Solarzellen präsentieren sich entweder als amorphe Siliziumschichten, polykristalline oder monokristalline Siliziumzellen. Diese Solarzellen werden von den Herstellern untereinander als Standard-Module verkabelt. Aufgrund der verschiedenen Verkabelungsmöglichkeiten weisen Standard-Module unterschiedliche Größen und Formen. Durch die Größen und Formenvielfalt können Solarzellen auf verschiedene Trägerkonstruktionen montiert werden, z.B. auf Dächer, Fassaden, Carports. Ebenfalls lassen sich Solarmodule auf Unterkonstruktionen aus Aluminium oder Stahl auf freien Flächen aufstellen. Diese Freiflächenanlagen können nicht nur auf unberührtem Gelände aufgestellt werden, sondern vor allem auch auf Altstandorten und Deponien. Somit stellen photovoltaische Anlagen eine Möglichkeit dar, stark anthropogen geprägte Standorte zur Erzeugung von Erneuerbaren Energien sinnvoll wieder zu nutzen.

Zum Thema photovoltaische Nutzung der Sonnenenergie bietet Ihnen unser multidisziplinäres Team folgende Leistungen an:

  • Identifizierung potentiell geeigneter Standorte bzw. bei definierten Standorten, eine Bewertung der photovoltaischen Möglichkeiten
  • Erstplanung und Erstellung von Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudien unter Berücksichtigung der Eigenstromnutzung und der Möglichkeit der Direktvermarktung
  • Erstellung von Genehmigungsunterlagen (Bauanträge, Baugenehmigung)
  • Im Rahmen größerer Genehmigungsverfahren arbeiten wir mit spezialisierten Ingenieurbüros zur Erstellung von Naturfachbeiträgen, Fauna-Flora Studien, UVP’s u.a. zusammen
  • Ausarbeitung von Ausschreibungsunterlagen und Unterstützung bei der Vergabe
  • Überwachung und Koordinierung der Bauausführung, Zwischen- und Schlussabnahme der photovoltaischen Anlage
  • Komplettbetreuung über alle 9 Phasen der HOAI

Unser Ziel ist die Aufstellung der möglichst ertragsreichsten Photovoltaik-Anlage unter Berücksichtigung der Standortbedingung.

Solarthermie

Solarthermie wird im privaten Bereich vorrangig im Rahmen der Gebäudeheizung und -klimatisierung genutzt. In Verbindung mit einer guten Wärmedämmung und der passiven Nutzung der solaren Einstrahlung vermindert sich der Bedarf an zusätzlicher Heizenergie bereits stark. Eine durchdachte passive Nutzung der Sonnenenergie kann auch in Mitteleuropa soweit gehen, dass eine aktive Heizungsanlage nicht mehr erforderlich ist.

Geothermie

Unterhalb der Erdoberfläche bleibt die Temperatur konstant bzw. steigt ab 100 m unter der Oberfläche mit zunehmender Tiefe. Diese Wärme kann entweder direkt genutzt werden zur Wärmeversorgung oder indirekt nach Umwandlung in Strom. In beiden Fällen ist es erforderlich, das heiße Thermalwasser zu erschließen und an die Oberfläche zu befördern bzw. in Abwesenheit von Thermalwasser, die Wärme der tiefen Gesteinsschichten über Wärmeträger an die Oberfläche zu bringen.

Um Wärme zu generieren, insbesondere für die Fernwärmeversorgung, wird aus tiefen Erdschichten Thermalwasser mit 40° bis 100°C hochgepumpt und über Wärmetauscher in den Heizkreislauf eines Kraftwerkes gebracht. Das abgekühlte Wasser wird wieder in die Tiefe gepumpt. Zur Stromgewinnung sind Wassertemperaturen von 80° C und mehr notwendig, um mit dem gewonnenen Wasserdampf über Turbine einen Stromgenerator anzutreiben.

Im Bereich der Geothermie kann Ihnen unser interdisziplinäres Team folgende Leistungen anbieten:

  • Identifizierung von geeigneten Standorten und Auswahl geeigneter Verfahren zur Gewinnung von geothermaler Energie
  • Abstimmungen mit Fachbetrieben bezüglich Anlagenauslegung, Betrieb und Nutzung
  • Erkundung und Bewertung der geologischen und hydrogeologischen Standortbedingungen
  • Abstimmung der genehmigungsrechtlichen Aspekte mit den zuständigen Behörden
  • Ermittlung von Fördermitteln / Subventionen
  • Vordimensionierung des Erdwärmefeldes
  • Erstellung von Berichten und Bauvoranfragen
  • Erstellung von Ausschreibungsunterlagen, Unterstützung des Auftraggebers bei der Vergabe und fachliche Begleitung von Testbohrungen und Versuche (Thermal Response Test bis zur Temperaturkonstanz, Dauer ca. 50 Std), inkl. Auswertung
  • Genehmigungsplanung (Erstellung der Genehmigungsunterlagen) inkl. Auslegung der Erdwärme-Sondenanlage
  • Einrichtung des Sondenfeldes, inkl. Erstellung der Ausschreibungsunterlagen, Unterstützung bei Vergabe und fachliche Begleitung der Einrichtungsmaßnahmen

 

Erdwärme ist unabhängig von den Wetterbedingungen und rund um die Uhr verfügbar. Bei geologisch geeignetem Untergrund ist eine wirtschaftliche Nutzung dieser Erdwärme gegeben.

Deponiegas, Biogas, Biomasse

Aus dem in Deponien abgelagerten organischen Abfall entsteht durch mikrobielle Umsetzung Deponiegas. Die Umsetzungsraten werden durch die Milieubedingungen, wie Feuchtegehalt oder Temperatur bestimmt.

Im Durchschnitt geht man davon aus, dass über einen Zeitraum von ca. 50 Jahren aus einer Tonne Hausmüll ca. 190 bis 250 m³ Deponiegas gebildet werden können. Der Methangehalt des nativen Gases beträgt 55 Vol. %. Damit ergibt sich ein Energieinhalt von ca. 5,5 kWh pro Kubikmeter Deponiegas. Das entspricht einem halben Kubikmeter Erdgas oder aber 0,5 l Heizöl.

Deponiegas ist in Konzentrationen zwischen ca. 4,5 bis 15 Vol. % in der Luft zündfähig. Da Methan zusätzlich ein klimaschädliches Gas ist (CO2 – Faktor: 21) muss das Deponiegas aktiv aus der Deponie über Gasbrunnen oder Gasrigolen abgesaugt werden. Über Hochtemperaturfackeln, über 1000°C oder aber z.B. in Gasmotor/Generatoranlagen kann das Deponiegas in Strom und Wärme umgewandelt werden. Pro Kubikmeter Deponiegas lassen sich somit ca. 2 k Wh elektrische Arbeit erzeugen.

Schadstoffgehalte im Deponiegas können durch angepasste Gasreinigungssysteme soweit reduziert werden, dass ein weitgehend störungsfreier Anlagenbetrieb möglich ist.

Wir planen standortspezifische Gaserfassungssysteme zur aktiven Deponieentgasung sowie die dazugehörigen Gasverwertungsanlagen, in Abhängigkeit der abgelagerten Abfallmengen, zur Strom- und Wärmeproduktion. Darüber hinaus bieten wir auch die laufende Betriebsberatung zur Optimierung der Gaserfassung bzw. Gasverwertung an.

Unser interdisziplinäres Projektteam bestehend aus Bauingenieuren, Verfahrens- und Elektroingenieuren und Geologen, berät Sie umfassend bei der aktiven Deponiegaserfassung und -verwertung .